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Auf Bohlen in die Vergangenheit

Der Weg durch die Geschichte ist weit. Das Abtauchen beginnt an der Bushaltestelle Klööwenhuuch – irgendwo im Nichts zwischen Nebel und Norddorf. Ein Grabhügel ist an dieser Stelle der erste Hinweis auf die lange Siedlungsgeschichte. Der gekennzeichnete Weg in die Vergangenheit führt einen guten Kilometer lang um zwei Ecken in westliche Richtung bis zur Vogelkoje.

Amrum Eisentzeit3 1Ein Eisenzeitliches Haus liefert Einblick in die Insel-Geschichte. (Fotos: Attenhauser) Eine ausgefeilte und noch zu besichtigende Technik lockte dort die Enten in den Tod. Wo der Friese früher Enten den Garaus machte, steht heute ein kleines Gehege und eine Brotzeit-Bude. Diesen letzten Halt vor dem Marsch durch die Geschichte sollte man zur Pause nutzen. Danach gibt es Bohlen, Dünen und im Sommer richtig Durst. Wer nicht wirklich lang spazieren kann, der sollte sich den Weg aber gründlich überlegen, man muss ja auch wieder zurück marschieren. Zum Nachbau des eisenzeitlichen Hauses sind es etwa 600 Meter Weg. Schön: man bewegt sich auf Holzbohlen und alle paar Meter ist ein Metallstreifen mit dem jeweils aktuellen Jahrhundert eingelassen. Eine feine Idee. Das eisenzeitliche Haus mitten in den Dünen ist ein vor wenigen Jahren errichteter Nachbau eines Wohn- und Arbeitshauses. Die Augen gewöhnen sich schnell an die Dunkelheit im Haus mit Stall und Feuerstelle. Auf Tafeln gibt es einige Infos über die Besiedelung des Areals zwischen 4000 und 2000 v.Chr.

In unmittelbarer Umgebung gibt es ein Steinzeitgrab und einen anderen Steinkreis, wofür auch immer der gedacht war. Wer etwas fit ist und Zeit hat, der sollte sich die Geschichtstour nicht entgehen lassen.

Zwischendurch surrt es. Eine Düne weiter kniet jemand am Weg, zieht Schrauben ausgewechselter Bohlenbretter fest – der Friese reagiert mit einem Schmunzeln auf die Frage nach Akkuschraubern in der Eisenzeit.

Amrum Eisentzeit2 1"Metall-Bohlen" weisen alle paar Meter den Weg durch die Jahrhunderte. Wer möchte kann noch weiter gehen. Schritt für Schritt führt ein etwa tausend Meter langer Weg aus der Eisenzeit zurück in das maritime Hier und Jetzt – zum Quermarkenfeuer. Zum Strand sind es von dort etwa 200 Meter, bis zum Wasser dann etwa insgesamt 800 Meter. Norddorfer Strandbuden sind von hier knapp drei Kilometer entfernt.

(rob)

Amrum Eisentzeit1 3Im Inneren des eisenzeitlichen Hauses sind eine Feuerstelle (Bild oben) und die Stallungen (Bild unten) zu sehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Amrum Eisentzeit1 1 Amrum Eisentzeit1 1Panorama-Aufnahme des archäologischen Areals.

 

 

 

Amrum Eisentzeit2 2Der Weg zum historischen Gebäude führt durch die Dünen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amrum Eisentzeit2 3Zu sehen ist auch diese Stein-Formation - die Bedeutung der Anordnung, sofern es eine gibt, ist mir unklar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amrum Eisentzeit2 4Der Bohlenweg führt auch zu einem steinzeitlichen Grabeingang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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