Ankunft Fähranleger

Endlich Amrum

Die mit dem Auto kommen haben Pech. Sie müssen vor dem Anlegemanöver in ihre Blechkisten, müssen als erste runter vom Schiff, sobald die Landungsbrücke anliegt. Die Fußgänger dürfen sich auf dem Freideck weiter Wind und Wetter genießend der Insel langsam nähern. Einige haben die gut zweistündige Überfahrt am breiten Bug verbracht, nahe an den Wellen, auf etwas Gischt hoffend. Von den neuen Fähren geht am es am Wittdüner Hafen im Süden Amrums die eigens gebaute Landungstreppe hinunter, ein blaues Gestell, auf dem sich hunderte Passagiere drängen.

HH Bahnhof

Anreise per Zeitlupe

Berge, Seen, Hügellandschaft – viele Menschen zieht es zur Erholung in den Süden. Mich drängt es in den Norden. Für die Weitsicht will ich nicht erst auf Berge steigen müssen, geschweige denn nach oben gondeln. Dieser kleine Fall der Gondel nach dem Überrollen der Stützpfeiler tut mir nicht gut. Also ab ans Meer, an die raue Nordsee, Wellen, Wind, Gischt. Das ist mein Wetter.

Kaum zu erwarten

Die Arbeit und der Alltag erschöpfen nahezu Tag für Tag mehr. Der Wunsch nach einer Auszeit, nach Erholung wächst mit gleicher Geschwindigkeit. Ob am Schreibtisch oder an der Werkbank schweifen die Gedanken in die Ferne. Wo war es schön? An welchem Ort konnte ich mich fallen lassen, dem Trott entkommen, wirklich entspannen? Die Antwort fällt mir leicht: am Kniepsand, am Meeressaum, dort wo die Wellen an warmen Sommertagen mal sanft rauschen oder im Sturmwind krachend brechen. Amrum ist meine Urlaubsliebe.